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Was sind die Lebenshaltungskosten?

Lebenshaltungskosten sind die Ausgaben, die jeder Haushalt für Wohnen, Essen, Mobilität usw. im Monat ausgibt. Ermittelt werden die Lebenshaltungskosten durch das Statistische Bundesamt. Eine Bundesbehörde mit Sitz in Wiesbaden, deren Aufgabe es ist, der Politik, der Wirtschaft und den Bürgern objektive Daten zur Verfügung zu stellen. Daten wie die aktuellen Lebenshaltungskosten oder deren Entwicklung im sogenannten Verbraucherpreisindex in Deutschland stellt das Statistische Bundesamt online zur Verfügung.

Der Warenkorb – Was ist da drin?

Im Warenkorb werden die einzelnen Ausgaben für die Lebenshaltungskosten aufgelistet.

Im Warenkorb werden die einzelnen Ausgaben für die Lebenshaltungskosten aufgelistet.

Die Lebenshaltungskosten werden auf der Basis eines sogenannten Warenkorbes monatlich berechnet. In diesem „Korb“ sind typische Ausgaben für eine durchschnittliche vierköpfige deutsche Familie aufgelistet, insgesamt mehr als 700. Dazu gehören zu den Kernausgaben für Wohnen, Ernährung und Mobilität auch Angaben, wie viel Geld für Freizeit, Kommunikation oder Bekleidung ausgegeben wird. Einberechnet sind Kosten für die private bzw. freiwillige Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung.

Die Lebenshaltungskosten – Wie viel für was?

Die aktuellen Zahlen für 2011 zeigen: Ein Vier-Personen-Haushalt in Deutschland hatte durchschnittlich Lebenshaltungskosten von gut 2.250 Euro im Monat.

Im Einzelnen schlüsselten sich diese Ausgaben so auf:

• Platz 1: Wohnen mit 34 Prozent/765 Euro
• Platz 2: Verkehr (z. B. PKW) und Ernährung (inkl. Tabakwaren) mit jeweils 14 Prozent/315 Euro
• Platz 3: Freizeit (z. B. Hobby) mit 11 Prozent/248 Euro

Mit weitem Abstand folgen dann die monatlichen Ausgaben für Möbel und Bekleidung (je 5 Prozent/124 Euro). Erstaunlich gering sind die monatlichen Kosten für die Gesundheitspflege mit 4 Prozent und 90 Euro, das sind pro Kopf und Monat nur gut 22 Euro.

Die Lebenshaltungskosten – Studenten, Single und andere

Lebenshaltungskosten sind immer Durchschnittswerte, sodass viele Menschen sich in diesen Statistiken nicht wiederfinden. Zum Beispiel Studenten und Single:

• Studenten: Ein Durchschnittsstudent verfügte 2009 lt. dem Studentenwerk über ca. 812 Euro im Monat. Fürs Wohnen gab er 281 Euro aus, das sind fast 35 Prozent seines Gesamtbudgets. Konkret heißt das aber auch, in Köln z. B. liegt die Monatsmiete bei etwa 340 Euro, in Chemnitz nur bei gut 220 Euro, ein Unterschied von 80 Euro, also fast 10 Prozent des Monatseinkommens.

• Single: Die Lebenshaltungskosten für Single, so eine Berechnung der Online-Ausgabe der „WELT“ aus 2012, liegen in Deutschland deutlich höher als die vergleichbaren Ausgaben für Paare ohne Kinder. Vor allem in Boom-Regionen und Großstädten wie München ist das Wohnen der Hauptkostenfaktor. Mietpreise für nachgefragte kleine Wohnungen liegen dort bei 14 Euro pro Quadratmeter. Die relativ höheren Preise findet der Single auch beim Strom, beim Einkaufen und sogar bei seiner Pauschalreise.