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Lebenshaltungskosten in Deutschland

Die Lebenshaltungskosten sind die Ausgaben, die Haushalte (Single, Paare mit und ohne Kinder, Alleinerziehende u. a.) monatlich für Wohnen, Essen & Trinken, Mobilität usw. ausgeben. Die Höhe der Lebenshaltungskosten in Deutschland wird durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt. Regelmäßig diskutieren Politik und Medien die Inflationsrate oder den sogenannten Lebenshaltungskostenindex. Die gesammelten und systematisierten Informationen stellt diese Bundesbehörde nicht nur der Politik, der Wirtschaft oder den Medien zur Verfügung, alle Bürger können sich online informieren.

Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland?

Das Statistische Bundesamt berechnet die Lebenshaltungskosten in Deutschland mittels eines sogenannten Warenkorbs, in dem mehr als 700 Einzelposten aufgelistet sind. Zu den wichtigsten zählen die Ausgaben für Wohnen, Ernährung, Mobilität und Freizeit. Auch Beiträge für eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung werden erfasst. Die neuesten Zahlen zu den Lebenshaltungskosten in Deutschland liegen für 2011 vor. Danach hat ein Vier-Personen-Haushalt pro Monat folgende Ausgaben:

• Gesamtausgaben: 2.250 Euro
• Wohnen (765 Euro)
• Ernährung (315 Euro)
• Mobilität (315 Euro)
• Freizeit (248 Euro)

Wo sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland hoch, wo niedrig?

Den größten Teil der Lebenshaltungskosten in Deutschland beanspruchen die Ausgaben für das Wohnen.

Den größten Teil der Lebenshaltungskosten in Deutschland beanspruchen die Ausgaben für das Wohnen.

Statistische Angaben zu den Lebenshaltungskosten in Deutschland haben den Nachteil, dass sie keine Einzelfälle erfassen, sondern nur allgemeine Aussagen tätigen können. Interessant ist deshalb immer der Blick auf verschiedene Städte in Deutschland. Generell sind Hamburg und München die teuersten Städte, in den ostdeutschen Städten lebt es sich insgesamt billiger. Die Online-FAZ vom 26.02.13, stellt fest, dass die Preise für Nahrungsmittel bundesweit relativ gleich sind. Große Unterschiede gibt es in zwei Kostenbereichen, Miete und Energie:

• Bundesweit sind die Kosten für Mieten und Energie im Januar 2013 um 1,7 Prozent gestiegen.

Berliner Mieter müssen allerdings 2,7 Prozent mehr bezahlen, das sind 67 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt. Allerdings liegen deren Quadratmeter-Preise für die Kaltmiete deutlich unter denen in München oder Hamburg.

Single leben teurer als Paare, so die Online-Welt vom 16.07.12:

• In München sind attraktive Single-Wohnungen sehr begehrt und deshalb teuer. Hier muss der Neubewohner mit ca. 14 Euro/Quadratmeter kalkulieren, bei einem Umzug nach Karlsruhe müsste er nur 7,80 Euro berappen, was ca. 45 Prozent weniger Mietkosten pro Monat bedeutet.

• Selbst beim Einkaufen ist das Single-Leben teurer und das nicht nur in Großstädten. Kleinere Portionen mit Fertiggerichten beispielsweise kosten deutlich mehr als vergleichbare Familienportionen.

• Auch der Urlaub ist alleine teurer, eine Pauschalreise kostet dem Einzelzimmer-Urlauber gut 30 Prozent mehr.

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland und in Europa

Die Zahlen des Statistische Bundesamt (2012) zeigen: Im Europa-Durchschnitt liegen die Lebenshaltungskosten in Deutschland gut 3 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Am teuersten leben die Menschen in Dänemark, wo das Leben 42 Prozent mehr kostet. Unschlagbar günstig sind die Nicht-EU-Länder Osteuropas, in Mazedonien lebt man 54 Prozent billiger als der (statistische) EU-Bürger.